Es geht um 100 % Antikapitalismus

Es geht um 100% Antikriegspartei – Frieden mit
Russland. Es geht um 100 % Antiimperialismus – gegen diese EU, das Instrument zur Ausplünderung der Ausgebeuteten, in der EU, ihrer Peripherie und in unserm eigenen Land. Es geht um 100 % Antifaschismus – und das heißt Nazis bekämpfen genauso wie die Profiteure von Krieg, Flucht und Armut, die ihre Opfer gerne zu den Faschisten und Rassisten treiben. Und es geht um
100 % Antikapitalismus, denn all die Schweinereien, die Kriege nach innen und außen, der Demokratieabbau, sie haben eine Ursache – die kapitalistischen Eigentumsverhältnisse…

Das waren die Prinzipien der Akl-MV, bevor sie von der SAV unterwandert und de-facto übernommen wurde.

Aber es gibt sie noch, die Prinzipien und das engagierte Handeln für ihre Umsetzung! Das vorstehende Zitat ist einer Rede von PatriK Köbele entnommen und es lohnt sich, diese Rede vollständig zu lesen!

Meine Empfehlung: Hier weiterlesen.

Wo sind eigentlich unsere jungen antikapitalistischen Linken?

Angesichts dieser aktuellen Zustände müssten sie unübersehbar und unüberhörbar politisch aktiv sein (gefunden im rumpelstilzchenblog):

In einem höchst lesenswerten Beitrag auf RTdeutsch beschreibt Willi Wimmer die schon weitgehend vollzogene Auslieferung Deutschlands an die USA.

Hier nur einige Textausschnitte:

Was soll der deutsche Bürger noch bei Wahlen entscheiden, wenn der Adressat dieser Wahlen, das deutsche Parlament und die eigene Bundesregierung, nichts mehr zu sagen haben? Heute ist es sogar in Tageszeitungen zu lesen. Nachdem private US-amerikanische Organisationen den Einfluss auf Migrationsbeschlüsse über die Bundeskanzlerin auf europäischer Ebene haben, sollen ab sofort US-Beratungsfirmen in Zusammenhang mit der Migrationsentwicklung hoheitliche Aufgaben in der Prüfung von Entscheidungen nach dem deutschen Asylrecht und der Genfer Flüchtlingskonvention wahrnehmen. Das ist eigentlich nicht mehr überraschend, nachdem angelsächsische Anwaltskanzleien in Berlin die zentralen Aufgaben für deutsche Ministerien in der noch anfallenden Gesetzgebung übernommen haben.

„Bundeswehr im Innern“ bedeutet die Übernahme der vollziehenden Gewalt in Deutschland durch Washington.

Den Original-Beitrag lesen, sehr aufmerksam und nachdenklich!

Hier bitte weiterlesen.

Aber unsere ach so hochmotivierten Antikapitalisten schweigen. Auf der Landesseite der Linkspartei stammt der letzte Eintrag vom 3. September des Vorjahres. Die Bundesseite http://www.antikapitalistische-linke.de/ ist völlig leer (geworden). Nur über den Google-Cache kann man noch nachlesen, sogar bis zum 4.4.2016 – allerdings nur das Übliche…

Ach, ich vergaß: Die AKLer sind ja so USA-begeistert und SAV-nah, da kann ja nichts kommen, egal was kommt!

Wider die Sektierer

Die „alte“ AKL zerbrach am Streit um den Wert gemeinsamer Haltungen und Aktivitäten mit nicht-kommunistischen Akteuren insbesondere im aktuellen Engagement für den Frieden. „Volksfront“ ist gleich „Querfront“ und in jedweder Spielart des Teufels, so tönten und tönen auch heute die SAV- und die linksradikalen Mitglieder der „neuen“ AKL.

„Man glaubt in jenen Kreisen, es genüge, die kapitalistische Welt anzuschreien, um sie sterben zu lassen“, wird Willi Münzenberg in einem aktuellen Artikel der „jungen Welt“ zitiert.

Diesen Haltungen seien einige Zitate aus dem vorgenannten Artikel entgegen gestellt:

Die IAH rief das Proletariat der kapitalistischen Länder dazu auf, mit Geld- und Sachspenden Solidarität mit den Arbeitern und Bauern der Sowjetunion, Chinas und der geknechteten Kolonien zu üben, und organisierte diese Hilfe. Von linksradikaler Seite erntete die IAH den Vorwurf, als »Arbeitersuppenküche« und »rote Heilsarmee« die potentiellen Revolutionäre bloß zu beköstigen, wo sie andernfalls auf die Barrikaden gestiegen wären. Doch Hungerrevolten sind keine Revolutionen.

»Man glaubt in jenen Kreisen, es genüge, die kapitalistische Welt anzuschreien, um sie sterben zu lassen«, antwortete Münzenberg auf solche Vorhaltungen…

Die IAH führte fortschrittliche Kräfte des Bürgertums und der Sozialdemokratie mit denen des Kommunismus zusammen. Münzenberg gelang es, die vorrangig intellektuelle Philantropie und den humanistischen Antimilitarismus bürgerlicher Kreise mit der internationalen Klassensolidarität auf der Grundlage von Marx, Engels und Lenin zu verbinden. Der kommunistische Verleger blieb dieser Bündnisorientierung auch später treu…

Münzenberg schuf auf diese Weise den zur Organisation bereiten Sympathisanten von gesellschaftlichem Gewicht: Den Fellow-traveller, den Poputschik, den Weggefährten – jene »für den Kommunismus bis heute unentbehrliche, großenteils aus den Reihen der Intellektuellen stammende Hilfstruppe, die, ohne Mitglieder der kommunistischen Parteien zu sein, diesen jedoch tätige Sympathie entgegenbringen und sie durch öffentliche Bekenntnisse moralisch unterstützen…

Neben den historischen, großen Beispielen für die Sinnhaftigkeit eines gemeinsamen Handelns fällt mir zur Illustration auch „Das Glockenspiel des Kreml“ ein, das ich in den fünziger Jahren im „Deutschen Theater“ erleben konnte. 1940 von Nikolai Pogodin geschrieben, schuf Chatschaturjan 1942 eine Bühnenmusik. 1970 wurde das Stück in der SU verfilmt, kam 1971 in die DDR-Kinos und lief 1972 im DFF 2. Der Inhalt kann also nicht so ganz verkehrt gewesen sein…