Tag der Befreiung

Zum Tag der Befreiung gibt es gute Beiträge, hier soll nur auf einige wenige, die mir mehr oder weniger zufällig über den Weg liefen, hingewisen werden:

  • Günter Ackermann: „Dank Euch, Ihr Sowjetsoldaten!“
  • Danke Russland und die besten Wünsche!“ mit der Möglichkeit, sich dieser Aussage per Unterschrift anzuschließen.
  • Sascha313: Die Auswirkungen des SIEGES der SOWJETUNION über den Faschismus (auch als pdf-Datei herunterladbar).
  • Sascha313: Soldaten für den Frieden (auch das gehört dazu!).
  • Freidenker für den Frieden und gegen den Krieg der Friedensengagierten untereinander.
  • Es geht nicht nur um das Gedenken
  • Gemeinsamer Appell von 55 kommunistischen und Arbeiterparteien aller fünf Kontinente
  • Einige der schlimmen Versuche, den Tag der Befreiung zu diskriminieren, weil z.B. „die Sowjetunion eine Teilschuld am Beginn des Zweiten Weltkrieges trägt“ (Deutsche Welle),. Oder: «Waren „deutsche Gräueltaten an der Zivilbevölkerung mit der Verwüstung ganzer Städte und Industrieanlagen einhergegangen“, so habe „die militärische Offensive Russlands auf den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkriegs“ seit dem Sommer 2014 „6000 Tote, eine Million Flüchtlinge, vier Millionen zerstörter Existenzen und eine verwüstete Industrieregion zurückgelassen“. „Der Krieg in der Ukraine hat den 70. Jahrestag entwertet“, heißt es weiter: „Der Tag der Befreiung hat sich erledigt, er ist kaputt.“… Die Autorin schlägt vor, ihn überhaupt nicht mehr zu begehen „und stattdessen Spenden zu sammeln für Prothesen für die verkrüppelten ukrainischen Soldaten“»,
  • Siehe auch „Wer hat Europa von den Faschisten befreit?

Zur anderen, schlechteren Seite der Medaille:

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Putin sollte nach Auschwitz eingeladen werden

Die Kommunistische Plattform der Partei DIE LINKE hat eine Erklärung veröffentlicht und zur Mitunterzeichnung aufgerufen:

In vielen Gesprächen äußern nicht nur Mitglieder sowie Sympathisantinnen und Sympathisanten der LINKEN ihre Empörung darüber, dass der russische Präsident anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee keine offizielle Einladung zu den Gedenkfeierlichkeiten erhielt.

»Begründungen« für dieses geschichtsvergessene Verhalten sind fadenscheinig. Wir – der Bundessprecherrat der Kommunistischen Plattform der Partei DIE LINKE und die Erstunterzeichner – fühlen uns politisch und moralisch verpflichtet, hier etwas zu tun.

Bitte unterzeichnet die nachfolgende Erklärung, damit dem politischen Willen vieler in diesem Land zu diesem Skandal Ausdruck verliehen wird. Helft auch mit, diese Erklärung möglichst weit zu verbreiten.

18. Januar 2015

Auch wir verlangen: Putin sollte nach Auschwitz eingeladen werden[1]

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Auschwitz – allein das Wort erzeugt bis heute und für alle Zeiten ein Gefühl abgrundtiefen Grauens. Die bestialischsten Verbrechen wurden dort begangen. Millionenfach. Die Rote Armee setzte dem ein Ende.

Es ist empörend, dass der russische Präsident Wladimir Putin zu den Gedenkfeierlichkeiten anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz nicht offiziell eingeladen wurde – unabhängig davon, ob es allgemein üblich ist, Staats- und Regierungschefs hierzu einzuladen. Sieht man von der dankenswerten Erklärung des Simon-Wiesenthal-Zentrums in Jerusalem[1] ab, so regt sich über diesen politisch-moralischen Skandal kaum jemand auf. Sieben Jahrzehnte nach der maßgeblich durch die Sowjetunion unter unglaublichen Opfern bewirkten Zerschlagung des Faschismus hat der Russenhass wieder monströse Ausmaße angenommen.

Irrationalität regiert. Es ist irrational, den Repräsentanten des Landes nicht direkt zur Gedenkveranstaltung in Auschwitz einzuladen, dessen Armee den Überlebenden dieser Mordfabrik die Freiheit brachte. Das ist Geschichtsrevisionismus perfidester Art.

Wir verlangen die offizielle Einladung des höchsten russischen Repräsentanten. 27 Millionen sowjetischer Menschen verloren im Kampf gegen die faschistische Barbarei ihr Leben.

Wo bleibt der ihnen gebührende Respekt? Wir fordern ihn ein!

Erstunterzeichner:

Ellen Brombacher, Thomas Hecker, Heidrun Hegewald, Jürgen Herold, Prof. Dr. Hermann Klenner, Horsta Krum, Prof. Dr. Moritz Mebel, Prof. Dr. Sonja Mebel, Inge Gutmann, Kurt Gutmann, Friedrich Rabe, Dr. Andrej Reder, Joachim Traut, Dr. Volkmar Vogel.

Weitere Unterstützerunterschriften bitte bis zum 27. Januar 2015 an: kpf@die-linke.de

[1] Vgl.: Efraim Zuroff, Simon Wiesenthal Center: »Putin should be invited to Auschwitz«, 14.01.2015. http://www.i24news.tv/en/opinion/57693-150114-putin-should-be-invited-to-auschwitz