Für eine starke LINKE

Erklärung des Bundesprecherrates der KPF 

Ob große Koalition, ob Schwarz-Gelb oder Schwarz-Gelb-Grün – nach dem 24. September 2017 wird eine starke Opposition gebraucht.

Die wird kaum von denen ausgeübt werden, die sich die Wunden lecken, weil es mit dem Regieren diesmal nichts geworden ist. Und die wird schon gar nicht durch die AfD gewährleistet werden. Deren Behauptung, sie gehöre nicht zu den etablierten Parteien, glaubt keiner mehr, der das AfD-Parteiprogramm gelesen hat – voll von völkisch geprägten, rassistisch durchsetzten und durchaus neoliberalen Positionen.

Nur eine Partei wird auch im zukünftigen Deutschen Bundestag konsequent gegen Krieg und Aufrüstung, für soziale Gerechtigkeit und ebenso für den Erhalt der verblieben Reste der bürgerlichen Demokratie eintreten – die Partei DIE LINKE.

Der Hannoversche Parteitag vom 9. bis 11. Juni 2017 hat erneut bezeugt, dass dies die unveräußerlichen Markenkerne unserer Partei sind – nicht, weil sich alle über alles einig gewesen wären, sondern weil die besonders in der Rede von Sahra dargelegten Standpunkte offensichtlich von der Mehrheit der Parteitagsdelegierten geteilt werden. Entsprechend waren die Kommentare der bürgerlichen Medien. Und das ist gut so. Es ist kein Zufall, dass DIE LINKE zwei Wochen nach ihrem Parteitag um zwei Prozentpunkte zulegen konnte und mit 10 Prozent (Forsa, 21.06.2017) das momentan drittbeste Ergebnis in der Parteienlandschaft erzielt.

Wir – Kommunistinnen und Kommunisten in der LINKEN – werden uns aktiv in den Bundestagswahlkampf unserer Partei einbringen.

  1. Juni 2017

Kommunistische Plattform der Partei DIE LINKE,
Karl-Liebknecht-Haus, 10178 Berlin, Germany.
mailto:kpf@die-linke.dehttp://www.die-linke.de/kpf/

Und hier ist die Erklärung der Landeskonferenz der KPF vom 24.06.2017: kpf-mv-ATT00016

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Putin sollte nach Auschwitz eingeladen werden

Die Kommunistische Plattform der Partei DIE LINKE hat eine Erklärung veröffentlicht und zur Mitunterzeichnung aufgerufen:

In vielen Gesprächen äußern nicht nur Mitglieder sowie Sympathisantinnen und Sympathisanten der LINKEN ihre Empörung darüber, dass der russische Präsident anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee keine offizielle Einladung zu den Gedenkfeierlichkeiten erhielt.

»Begründungen« für dieses geschichtsvergessene Verhalten sind fadenscheinig. Wir – der Bundessprecherrat der Kommunistischen Plattform der Partei DIE LINKE und die Erstunterzeichner – fühlen uns politisch und moralisch verpflichtet, hier etwas zu tun.

Bitte unterzeichnet die nachfolgende Erklärung, damit dem politischen Willen vieler in diesem Land zu diesem Skandal Ausdruck verliehen wird. Helft auch mit, diese Erklärung möglichst weit zu verbreiten.

18. Januar 2015

Auch wir verlangen: Putin sollte nach Auschwitz eingeladen werden[1]

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Auschwitz – allein das Wort erzeugt bis heute und für alle Zeiten ein Gefühl abgrundtiefen Grauens. Die bestialischsten Verbrechen wurden dort begangen. Millionenfach. Die Rote Armee setzte dem ein Ende.

Es ist empörend, dass der russische Präsident Wladimir Putin zu den Gedenkfeierlichkeiten anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz nicht offiziell eingeladen wurde – unabhängig davon, ob es allgemein üblich ist, Staats- und Regierungschefs hierzu einzuladen. Sieht man von der dankenswerten Erklärung des Simon-Wiesenthal-Zentrums in Jerusalem[1] ab, so regt sich über diesen politisch-moralischen Skandal kaum jemand auf. Sieben Jahrzehnte nach der maßgeblich durch die Sowjetunion unter unglaublichen Opfern bewirkten Zerschlagung des Faschismus hat der Russenhass wieder monströse Ausmaße angenommen.

Irrationalität regiert. Es ist irrational, den Repräsentanten des Landes nicht direkt zur Gedenkveranstaltung in Auschwitz einzuladen, dessen Armee den Überlebenden dieser Mordfabrik die Freiheit brachte. Das ist Geschichtsrevisionismus perfidester Art.

Wir verlangen die offizielle Einladung des höchsten russischen Repräsentanten. 27 Millionen sowjetischer Menschen verloren im Kampf gegen die faschistische Barbarei ihr Leben.

Wo bleibt der ihnen gebührende Respekt? Wir fordern ihn ein!

Erstunterzeichner:

Ellen Brombacher, Thomas Hecker, Heidrun Hegewald, Jürgen Herold, Prof. Dr. Hermann Klenner, Horsta Krum, Prof. Dr. Moritz Mebel, Prof. Dr. Sonja Mebel, Inge Gutmann, Kurt Gutmann, Friedrich Rabe, Dr. Andrej Reder, Joachim Traut, Dr. Volkmar Vogel.

Weitere Unterstützerunterschriften bitte bis zum 27. Januar 2015 an: kpf@die-linke.de

[1] Vgl.: Efraim Zuroff, Simon Wiesenthal Center: »Putin should be invited to Auschwitz«, 14.01.2015. http://www.i24news.tv/en/opinion/57693-150114-putin-should-be-invited-to-auschwitz