Wer aber ist die Partei?

Mein Lieblingsgedicht passt hier her:

Wer aber ist die Partei?
Sitzt sie in einem Haus mit Telefon?
Sind ihre Gedanken geheim, ihre Entschlüsse unbekannt?
Wer ist sie?

Wir sind sie.
Du und ich und wir – wir alle.
In deinem Anzug steckt sie, Genosse, und denkt in deinem Kopf. Brüderlichkeit
Wo ich wohne, ist ihr Haus, und wo du angegriffen wirst, da
Kämpft sie.

Zeige und den Weg, den wir gehen sollen, und wir
Werden ihn gehen wie du, aber
Gehe nicht ohne uns den richtigen Weg
Ohne uns ist er
Der falscheste.
Trenne dich nicht von uns!
Wir können irren, und du kannst recht haben, also
Trenne dich nicht von uns!

Daß der kurze Weg besser ist als der lange, das leugnet keiner
Aber wenn ihn einer weiß
Und vermag ihn uns nicht zu zeigen, was nützt uns seine Weisheit?
Sei bei uns weise!
Trenne dich nicht von uns!

Damit ich nicht missvestanden werde mit dem Zitieren dieses Brecht-Gedichtes. Es richtet sich gegen Bernd Riexinger und die anderen Kritikaster wie beispielsweise van Aken und Martina Renner, nicht aber etwa gegen Sahra!

Irgendwie müssen diese Mandatsträger der Linkspartei die Grundregeln der Demokratie vergessen haben. Sie ruinieren zu Beginn eines Wahljahres, das auch über das Wohl und Wehe ihrer eigenen Partei entscheidet, den Ruf ihres Spitzenpersonals, weil dieses, im konkreten Fall Sahra Wagenknecht, den politischen Gegner, also die Bundeskanzlerin, kritisiert. Ein beachtlicher Vorgang. Denn eigentlich gehört die Kritik an der Bundeskanzlerin zum Aufgabenbereich einer oppositionellen Fraktionsführerin.

Quelle: Albrecht Müller

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