09.12.2016: Sahra Wagenknecht zwischen Empirie und Phantasie

Sahra Wagenknecht scheint, im Duo mit Dietmar Bartsch, als Spitzenkandidatin der Partei Die Linke zur Bundestagswahl im nächsten Jahr festzustehen. Sie verkündete am 23. November im Bundestag mit einem unüberhörbaren Unterton des Triumphs und der Schadenfreude, dass »die US-Bürger« für Trump gestimmt hätten. Und sie hatte für diesen halluzinierten Vorgang auch gleich ihre persönliche, bisher durch keine wissenschaftlichen Untersuchungen gestützte Interpretation bereit: »Die US-Bürger haben doch gar nicht in erster Linie den Milliardär Donald Trump gewählt. Sie haben das Weiter-so abgewählt …«

Das seien „demagogische Verkürzungen und … Anbiederungen an die Wähler und Anhänger rechter Politikangebote“, findet Knut Mellenthin in der „Jungen Welt“.

Ziemlich schäbig, diese Interpretation, zumal sie noch mit Ausdrücken wie „unüberhörbaren Unterton des Triumphs und der Schadenfreude“ und „halluzinierten Vorgang“ gewürzt wird. Hat die Redaktion der Jungen Welt wirklich so einen Stil nötig, zumal angesichts ihrer finanziellen Probleme?

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