Antikommunistische Demagogie

Sascha's Welt

Antideutsche4 Die Antideutschen

Warum verstecken sich diese Leute hinter einem Transparent mit der Aufschrift „Solidarität mit Israel – für den Kommunismus”? Ja, bitte, was hat denn Israel mit dem Kommunismus zu tun? Ist Israel etwa „kommunistisch” geworden? Oder ist Israel „antifaschistisch”? Man greift sich an den Kopf. Sind denn diese Leute von allen guten Geistern verlassen? Oder haben diese Demonstranten vergessen, wer das Volk von Palästina vertrieb, wer die Halbinsel Sinai, die Golan-Höhen und Teile von Syrien okkupierte? Haben sie vergessen, wer  den Libanon überfiel und Beirut bombardierte? Haben sie das Massaker von Sabra und Schatila, bei dem über 700 Menschen starben, schon vergessen?

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Konzentration auf die Arbeit gegen Krieg und Miliär!

Unter dieser Betreffzeile „Konzentration auf die Arbeit gegen Krieg und Militär!“ erhielt ich heute eine Email mit folgendem knappen Text:

Beschluss der BundessprecherInnenkreises der DFG-VK am 19. März 2015.

"Die DFG-VK zieht ihre Unterstützung des 'Friedenswinters' zurück."

Keine Erklärung. Auch nicht auf der Webseite des DFG-VK trotz einiger weniger mehr Worte (fehlen die [überzeugenden] Argumente?):

Nach einer Auswertung der seit einer Aktionskonferenz im Herbst 2014 laufenden Aktion gemeinsam mit Aktiven aus den sogenannten „Mahnwachen für den Frieden“, hat der BundessprecherInnenkreis der DFG-VK unter Einbeziehung jüngster Ereignisse am 19.03.2015 folgenden Beschluss gefasst:

„Die DFG-VK zieht ihre Unterstützung des ‚Friedenswinters‘ zurück.“

Unterschrieben ist die Mail von Monty Schädel, dem Politischen Geschäftsführer der DFG-VK.

Während die Kriegstreiber ihre Aktivitäten intensivieren, lassen sich die Friedenswilligen zerlegen oder zerlegen sich selbst.

In der „jungen Welt“ vom 18.3.15 gibt es zur Zerstrittenheit der Friedenswilligen sehr gute Sätze von Reiner Braun (er ist Sprecher des Dachverbands »Kooperation für den Frieden« sowie Geschäftsführer der Juristen und Juristinnen gegen atomare, biologische und chemische Waffen (IALANA):

Ken Jebsen hat sich etwas demagogisch über Monty Schädel geäußert, ich teile diese Position nicht. Aber Jebsen hat in dieser Rede vor allem von der Kriegsgefahr und dem Widerstand dagegen gesprochen. Und ich glaube auch, dass manche Äußerungen von anderen nicht zu einer sachlichen Diskussion beigetragen haben. Das betrifft auch die Wortwahl von Monty Schädel.

Eben, Monty – und das schon länger! Mir gefällt auch, was Reiner Braun zu Jebsen sagt und welche Schlussfolgerungen er zieht:

Ken Jebsen ist eine widersprüchliche Persönlichkeit, mit der man sich kritisch auseinandersetzen muss. Aber er ist kein Rechter. Er hat schon wunderbare Interviews mit jüdischen oder israelischen Linken gemacht, die sowohl die israelische als auch die palästinensische Politik kritisieren. Ken Jebsen sollte man genausowenig verdammen wie Monty Schädel oder andere Kollegen. Ich plädiere dafür, dass die Herren – es sind ja vor allem Männer – mal miteinander reden statt übereinander. Ich glaube, sie haben noch nicht begriffen, vor welche Herausforderungen uns die Kriegsgefahr durch die Konfrontation zwischen der NATO und Russland stellt.

Nein, das haben sie noch immer nicht begriffen. Sonst würden sie angesichts der Gefahr, dass jederzeit ein heißer Krieg ausbrechen kann, um größtmögliche Geschlossenheit ringen, statt eitle Hahnenkämpfe aufzuführen!

Die „junge Welt“ hat dankenswerter Weise Auszüge aus der Jebsen-Rede dokumentiert. Hier ist die schlimme Stelle:

Und wo ist der Feind in diesem Land? Ich möchte es euch sagen: Unser Feind ist die sogenannte linke Presse. Das ist der Feind. Das ist die Querfront. Die Querfront heißt heute taz. Das ist die Querfront. Die Querfront heißt heute Jutta Ditfurth oder Monty Schädel. Die uns erklären, wir wären rechts. (…) Wann gehen diese Leute denn auf die Straße, während in der Ukraine bereits gestorben wird. Wo sind denn diese Leute. Wann schreien sie denn an, gegen Guantanamo, gegen Freunde der CIA, gegen TTIP. Dazu sagen sie nichts. Wir sind die Gefahr in ihren Augen, wir paar Verstrahlte. Sind wir die Gefahr? Wir sind nicht die Gefahr…

Das kommt dabei heraus, lieber Monty, wenn man Leute mal ganz schnell und sehr nachdrücklich als „rechts“ etikettiert, nur weil sie anders artikulieren als man selbst, aber doch in der Sache die gleichen Inhalte vertreten. Könnt Ihr denn nicht mehr zuhören, versteht Ihr nur noch Euer eigenes Politsprech? Mal ganz im Ernst – dann seid Ihr keine ernsthaften Partner (mehr) für mich. 70 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs (in Europa) will ich, zusammen mit den meisten der heute Lebenden, keinen Dritten Weltkrieg erleben müssen, den weder wir noch Ihr überleben dürftet!

Ein Drama größten Ausmaßes

Eine E-Mail, die auch mich erreichte und die nicht nur, aber auch für alle antikapitalistischen LINKEn ein ernsthafter Appell und Aufruf sein sollte:

Ein Drama größten Ausmaßes ist der Rücktritt Sarah Wagenknechts !

Ich … möchte gern eine Art Soli-Kampagne starten, dazu könnte man ev. sogar die neuen Medien nutzen, also all die Kettenbrief-ähnlichen Möglichkeiten. Habt ihr eine Idee, gibt es schon etwas in dieser Richtung? Es könnte vielleicht sogar als Aufruf unter den Linken, als Aufruf an die links denkenden Menschen o.ä. überschrieben sein.

Es sollte dabei betont werden, wie sehr man diesen Schritt verstünde, aber ihn gleichzeitig als Ausdruck der Resignation und der Rechtsentwicklung dieser einstigen linken Partei als Hoffnung der Menschen dieses Landes ansieht. Ich sehe die Gefahr, dass man die linken Parteistrukturen komplett den rechten Kräften überlässt, die weiterhin mit linken Phrasen die Menschen enttäuschen.

Wie sind dazu Sarahs eigene Vorstellungen. Was stellt sie sich vor, weiß das jemand?

Bitte gebt meine Fragen weiter an Leute, die ihr kennt, die auch auf Wagenknechts Seite und damit auf Seiten des Erfurter Programms stehen, was inzwischen seines fast kompletten Inhalts beraubt wurde, was also nur noch Feigenblatt, Vorwand, Werbegag ist, der Leute in die Linke zieht, die von ihr nur noch enttäuscht werden können. Mit der größten Gefahr, dass eine reformistische Ausprägung einer linken Partei in der Geschichte immer die Massen den Rechten in die Hände getrieben hat. Vor dem ersten Weltkrieg war es so und vor dem zweiten. Was dann jeweils kam, wissen wir zur Genüge.
Sahra’s Erklärung hier im Original lesen.
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